Du sprichst hier etwas Wichtiges an. Manche sagen: „Wir haben in Deutschland genug Probleme.” Was entgegnest du?
Wir leben in einer globalisierten Welt. Die Probleme dort werden irgendwann auch Konsequenzen für uns haben – ob durch den Klimawandel, durch Fluchtbewegungen oder durch den Verlust von Partnerschaften. Lieber setzen wir gemeinsam auf Zusammenarbeit, als so zu tun, als ginge uns das alles nichts an. Manche Menschen erreicht man eher über die Menschlichkeit, andere über das Argument, dass Kooperation auch in unserem eigenen Interesse liegt. Beides stimmt.
Letzte Frage: Was sagst du Menschen, die denken: „Mein kleiner Beitrag macht doch keinen Unterschied”?
Da antworte ich gerne mit einem Zitat aus einem meiner Lieblingsfilme, Cloud Atlas: Jemand sagt dort zur Hauptfigur, dass das, was sie tut, doch nur ein Tropfen im Ozean sei. Und die Hauptfigur antwortet: „Ja, aber woraus besteht ein Ozean, wenn nicht aus vielen einzelnen Tropfen?” Das klingt vielleicht romantisch, aber da ist etwas Wahres dran. Alleine kann man vielleicht keine Schule bauen. Aber wenn hunderte, tausende Menschen ihren Beitrag leisten – als Spender, als Mitglied, als Ehrenamtliche – dann wird daraus etwas Großes. Und genau das ist die CLS: eine Gemeinschaft aus vielen kleinen Beiträgen, die zusammen Großes bewirken.