• Bildung und Schulen für Malawi und Mosambik

Malawi: Kleines Land mit großen Herausforderungen

Tiefgreifende Mängel im Bildungswesen

Malawi ist ein Binnenstaat in Südostafrika. Politisch ist es im regionalen Vergleich ein friedliches, sicheres und stabiles Land. Jedoch zählt es zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt (LDCs). Das Bildungs- und das Gesundheitswesen weisen tiefgreifende Mängel auf. Die Qualität des Schulunterrichts ist schlecht und etwa 20 Prozent der Mädchen und Jungen schließen die Grundschule nicht ab. Mehr als einem Drittel der erwachsenen Bevölkerung fehlen selbst Grundkenntnisse im Lesen und Schreiben.

Einer der Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Malawi ist deshalb die Grundbildung. Dabei unterstützt Deutschland die malawische Regierung unter anderem dabei, Lehrer besser auszubilden und mehr Schulgebäude zu errichten. Zudem engagiert sich Deutschland im Bereich Schulspeisung, um über tägliche Schulmahlzeiten den Ernährungszustand und die erfolgreiche Teilnahme am Unterricht von Schülerinnen und Schülern an Primarschulen zu verbessern.

Ausführliche Informationen zum Land finden Sie hier.

MalawiDeutschland
Bevölkerung18 Mio. 82,5 Mio.
Lebenserwartungca. 62,55 Jahre ca. 81,1 Jahre
Kindersterblichkeit55,1 pro 10003,8 pro 1000
Pro-Kopf-BIP320 USD43.850 USD
Rang im HDI-Index170 von 1884 von 188
Alphabetisierungsrate62,15%
Zahl der Grundschulkinder pro Lehrkraft69,5112,23
Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen76,91%100&
Landesfläche118.480 km²357.380 km²
HauptstadtLilongweBerlin
LandessprachenChichewa, Englisch (Amtssprache)
Religionen82% Christen, 13% Muslime, 5% traditionelle Religionen

Hinweis: Die Tabelle stellt eine Basisinformation dar und wird einmal jährlich aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. (Stand: Juli 2018; Quellen: BMZ, Auswärtiges Amt, Weltbank, Statistisches Bundesamt, Human Development Reports)

Ausführlichere Informationen über Malawi erhalten Sie auch auf der Homepage des Auswärtigen Amtes und auf den Seiten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Mosambik: Land mit mehr als 40 Prozent Analphabeten

Hohes Wirtschaftspotential und dennoch große Armut

Nach Ende des 16 Jahre dauernden Bürgerkriegs im Jahr 1992 hat Mosambik sich – wenn auch auf niedrigem Niveau – kontinuierlich entwickelt. Im Frühjahr 2015 haben die innenpolitischen Spannungen wieder deutlich zugenommen. Das Land im Südosten Afrikas hat ein enormes Wirtschaftspotenzial (Erdgasvorkommen und weitere Bodenschätze). Dennoch lebt immer noch fast die Hälfte der Einwohner unterhalb der Armutsgrenze, die Lebenserwartung ist mit 55 Jahren eine der niedrigsten der Welt.

Die Förderung der Bildung gehört zu den Prioritäten der Regierung im Kampf gegen Armut. Die Grund- und Berufsbildung ist auch Schwerpunkt der deutsch-mosambikanischen Entwicklungszusammenarbeit. Nach einem starken Einbruch der Einschulungsquote während der Bürgerkriegsjahre besuchen inzwischen fast alle Kinder die Grundschule. Besonderer Erfolg: Mittlerweile werden fast ebenso viele Mädchen wie Jungen eingeschult. Die Qualität der Bildungsangebote ist jedoch unzureichend und die Zahl der (oft weiblichen) Schulabbrecher hoch. Nur ungefähr die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler beenden die 7. Klasse und erreichen damit einen Primarschulabschluss. Lehrermangel, fehlende Materialien, Mehrschichtbetrieb und zu große Klassen, aber auch Armut sowie fehlende Perspektiven nach einem Schulabschluss zählen zu den Gründen.

Ausführliche Informationen zum Land finden Sie hier.

MosambikDeutschland
Bevölkerung28,8 Mio.82,5 Mio.
Lebenserwartung57,61 Jahreca. 81,1 Jahre
Kindersterblichkeit71,3 pro 1.000 Lebendgeburten3,8 pro 1000
Pro-Kopf-BIP418 USD 43.850 USD
Rang im HDI-Index181 von 188 4 von 188
Alphabetisierungsrate58,84%
Zahl der Grundschulkinder pro Lehrkraft54,67 12,23
Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen48,37%100%
Landesfläche799.380 km² 357.380 km²
HauptstadtMaputo Berlin
LandessprachenPortugiesisch (Amts- u. Verkehrssprache), 40 weitere afrikanische Sprachen
Religionen45% Naturreligionen, 37% Christen, 18% Muslime

Hinweis: Die Tabelle stellt eine Basisinformation dar und wird einmal jährlich aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. (Stand: Juli 2018; Quellen: BMZ, Auswärtiges Amt, Weltbank, Statistisches Bundesamt, Human Development Reports)

Ausführlichere Informationen über Malawi erhalten Sie auch auf der Homepage des Auswärtigen Amtes und auf den Seiten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.