Malawi ist ein Binnenstaat in Südostafrika. Politisch ist es im regionalen Vergleich ein friedliches, sicheres und stabiles Land. Jedoch zählt es zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt (LDCs).
Das Gesundheits- aber vor allem auch das Bildungswesen weisen tiefgreifende Mängel auf. Die malawische Regierung unternimmt große Anstrengungen, um das zu ändern: Es besteht Schulpflicht, seit 1994 ist der Grundschulunterricht kostenlos und die meisten Kinder werden eingeschult. Aber, auch wegen der hohen Geburtenraten, ist die Qualität des Unterrichts mangelhaft: die Klassen sind zu groß, oft unterrichtet eine Lehrkraft an die 70 Kinder oder gar zwei Klassen gleichzeitig. Nur wenige Schulen sind angemessen ausgestattet, und viele Lehrerinnen und Lehrer sind unzureichend ausgebildet. Viele Kinder wiederholen die Klassen, zu knapp 40% gelingt der Übergang in die weiterführende Schule.
Einer der Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Malawi ist deshalb die Grundbildung. Dabei unterstützt Deutschland die malawische Regierung unter anderem dabei, Lehrer besser auszubilden und mehr Schulgebäude zu errichten. Zudem engagiert sich das BMZ im Bereich Schulspeisung, um über tägliche Mahlzeiten den Ernährungszustand zu verbessern und sicherzustellen, dass mehr Kinder regelmäßiger zum Unterricht erscheinen.
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