Matthias Scharpf und Bischof Vincent

Mit Matthias Scharpf in Malawi

Einblicke in die Projektreise 2026

Im Oktober reiste Matthias Scharpf zum dritten Mal nach Malawi, erstmals als Vorstandsmitglied der Christian-Liebig-Stiftung e. V.. Gemeinsam mit Beatrice von Keyserlingk besuchte er mehrere Schulen und machte sich ein Bild von den bisherigen Projekten und dem weiterhin großen Unterstützungsbedarf. Hier berichtet er von seinen Eindrücken.

„Als ich 2022 zum ersten Mal für meinen Freiwilligendienst nach Malawi kam, hätte ich wohl nicht gedacht, dass mich dieses Land auch vier Jahre später noch so intensiv beschäftigen würde. Im Rahmen meines Praxissemesters durfte ich erneut vier Monate dort verbringen und blieb auch von Deutschland aus mit vielen Menschen vor Ort in engem Kontakt. Im Oktober war ich dann zum dritten Mal in Malawi, diesmal erstmals als Vorstandsmitglied der Christian-Liebig-Stiftung e. V., gemeinsam mit unserer Vorstandsvorsitzenden Beatrice von Keyserlingk und Tim Nießner von LetsBuildASchool e. V.“

Matthias Scharpf, Beatrice von Keyserlingk und Tim Nießner am Mädchenwohnheim in Mtakataka

Matthias Scharpf, Beatrice von Keyserlingk und Tim Nießner am Mädchenwohnheim in Mtakataka.

Schulbesuche zeigen, wie viel noch zu tun ist

Während unserer Reise gab es viele schöne Momente, aber auch Begegnungen, die mich nachdenklich gemacht haben. Wir konnten einige der Schulen besuchen, die mit Unterstützung der Stiftung gebaut oder renoviert wurden, und uns ein Bild davon machen, was dort in den vergangenen Jahren erreicht werden konnte. Gleichzeitig haben wir vielerorts erlebt, unter welchen schwierigen Bedingungen Kinder und Jugendliche in Malawi nach wie vor lernen müssen.

Ein Beispiel dafür war unser Besuch an der St. John’s Primary School in Lilongwe. Dort werden mehr als 4.000 Kinder unterrichtet, teilweise im Zwei-Schicht-System, weil die vorhandenen Klassenzimmer nicht ausreichen. Hinzu kommen beschädigte Dächer und Fenster sowie sanitäre Einrichtungen, die dringend renoviert werden müssen. Auch an anderen Schulen, die wir während unserer Reise besucht haben, wurde deutlich, wie groß der Bedarf an zusätzlicher Unterstützung weiterhin ist.

Wirtschaftliche Krise erschwert den Schulalltag

Matthias Scharpf und Bischof Vincent in Malawi

Seit meinem ersten Aufenthalt im Jahr 2022 habe ich miterlebt, wie sich die wirtschaftliche Situation in Malawi zunehmend verschlechtert hat. Die steigenden Lebenshaltungskosten und die schwierige Versorgungslage machen den Alltag für viele Menschen immer herausfordernder. Auch an den Schulen sind die Folgen spürbar, da vielerorts schon die Mittel für grundlegende Anschaffungen und notwendige Reparaturen fehlen. Umso mehr hat es mich gefreut, die Ergebnisse unserer bisherigen Projekte vor Ort zu sehen. Gerade unter diesen Bedingungen ist es wichtig, an das Erreichte anzuknüpfen.

Was mir dabei immer wieder auffällt, ist das große Engagement der Menschen vor Ort. Viele Lehrkräfte, Eltern und lokale Partner setzen sich dafür ein, Kindern und Jugendlichen trotz der Umstände bessere Bildungschancen zu ermöglichen. Ohne ihren Einsatz wäre vieles von dem, was die Stiftung in den vergangenen Jahren erreicht hat, nicht möglich gewesen.

Ich bin dankbar, dass ich seit diesem Jahr als Vorstandsmitglied an dieser Arbeit mitwirken darf, und freue mich darauf, sie in den kommenden Jahren mitzugestalten. Mein besonderer Dank gilt Ihnen allen, die Sie unsere Projekte durch Ihre Spenden, Ihr Vertrauen und Ihr langjähriges Engagement überhaupt erst möglich machen.“

Fotos: Tim Nießner, Tadala Kaipa