Nachdem Nkuyu im letzten Jahr eine Solaranlage erhalten hat, stellte sich eine wichtige Frage: Wie kann die Gemeinde die Anlage selbst warten und die laufenden Kosten decken? Die Lösung: ein Gemeindezentrum, das nicht nur Raum für Computer bietet, die von der Christian-Liebig-Stiftung e.V. gestellt werden, sondern auch einen kleinen Laden und einen Barbershop umfasst.
Einen Friseursalon findet man bei uns an fast jeder Ecke: für einen schnellen Haarschnitt, ein wenig Entspannung oder eine kleine Auszeit zwischendurch – Luxus eben. In Nkuyu ist das anders: Hier ist er essenziell, denn viele Menschen in der Region haben nur dort die Möglichkeit, sich professionell die Haare schneiden oder flechten zu lassen. Wichtig, da ihre Haarstruktur regelmäßige Pflege erfordert und ein gepflegtes Äußeres auch für Schule und Beruf eine große Rolle spielt.
Mit den Einnahmen aus dem Gemeindezentrum kann die Schule zusätzliche Mittel generieren und gleichzeitig wird sichergestellt, dass die Solaranlage langfristig gewartet werden kann.
Inzwischen ist ein kleiner Dorfladen entstanden, der erstmals auch gekühlte Waren anbieten kann. Das ist ein echter Fortschritt, denn ein kaltes Getränk war in Nkuyu bislang purer Luxus. Auch das integrierte Internetcafé hat das Leben vor Ort verändert: Statt mehrere Stunden Fußmarsch für einen Computerzugang gibt es nun digitale Teilhabe direkt im Ort für Schüler, Lehrkräfte und die gesamte Gemeinde.