Kangamowa Solaranlage

Licht für 472 Kinder und ihre Lehrkräfte in Malawi

Kangamowa Primary School erhält Solarstrom

Wenn in Nkhotakota die Sonne untergeht, wird es bereits um 18 Uhr schnell dunkel. Sehr dunkel. Denn Strom gab es dort nicht. Kein Licht in den Klassenräumen. Kein Licht in den Lehrerhäusern. Für die 472 Kinder der Kangamowa Primary School bedeutete das bislang: Der Tag endet hier. Hefte werden geschlossen, Kreidetafeln bleiben unbeschrieben, Vorbereitungen müssen warten.

Jetzt ist das anders. Mit Unterstützung der Christian-Liebig-Stiftung e.V. wurde an der Schule ein solares Stromsystem installiert. Klassenräume, Lehrerzimmer, Büro und die Häuser der Lehrkräfte sind nun zuverlässig mit Elektrizität versorgt.

Klassenzimmer in Kangamowa

Hier kann künftig immer gelernt werden.

Ein gemeinsames Projekt

Der Impuls kam von Pater Manuel Hernández von der Benga Parish. Gemeinsam mit Stephano Ziba und der Erzdiözese Lilongwe wurde das Projekt vor Ort geplant und umgesetzt. Die Christian-Liebig-Stiftung unterstützte die Finanzierung mit rund 20.000 Euro.

Einkauf, Bau und Installation lagen vollständig in der Verantwortung der lokalen Partner. Materialien wurden in Lilongwe beschafft, Fachkräfte installierten das System, testeten es und übergaben es offiziell an die Schule. Die Menschen vor Ort tragen das Projekt selbst. Das macht den Unterschied. Entscheidungen werden dort getroffen, wo die Auswirkungen spürbar sind. Das Projekt ist damit nicht nur finanziert, sondern wirklich verankert.

Technik, die Zukunft möglich macht

Die Leitungen würden über Putz verlegt.

Die Leitungen wurden über Putz verlegt.

Installiert wurde ein 10,2 kWp Hybrid-Solarsystem mit zehn Solarpaneelen, einem 5-kW-Wechselrichter und Lithium-Batterien zur Speicherung.

Versorgt werden:

  • alle Klassenräume
  • Büro und Lehrerarbeitsraum
  • die Lehrerhäuser inklusive Außenbeleuchtung

Die Leitungen wurden bewusst sichtbar auf den Wänden verlegt. So konnten hohe Zusatzkosten vermieden werden. Kein unnötiger Aufwand, keine Schönheitskorrekturen auf Kosten der Funktion. Entscheidend war, dass es funktioniert.

Was bedeutet Licht?

Gerade die Abschlussklassen profitieren davon, sich auch nach Sonnenuntergang vorbereiten zu können.

Justin Bolamoyo, Schüler der 8. Klasse, beschreibt es so:„Mit dem Solarstrom ist das Lernen einfacher geworden. Wir können abends ohne Angst in der Schule bleiben, weil draußen Sicherheitslampen brennen. Und wir lernen auch nachts.

Auch für die Lehrkräfte verändert sich der Alltag. Elia Mwale, Lehrer an der Kangamowa Primary School, sagt: „Ganz offen gesagt: Der Solarstrom hat unser Leben verändert. Wir können unsere Handys in unseren Häusern laden, wir haben elektrische Geräte wie Fernseher. Wir fühlen uns nicht mehr wie in einem abgelegenen Dorf.

Auch für Schulleiter Charles Thodwe ist die Veränderung sichtbar und spürbar:„Ich bin stolz, Leiter der Kangamowa School zu sein. Die Schule hat sich stark verändert. In diesem Jahr wollen wir bessere Prüfungsergebnisse erzielen.

In einer Region ohne öffentliche Stromversorgung ist das mehr als Komfort. Es ist ein struktureller Fortschritt. Solarenergie schafft Unabhängigkeit. Sie schafft Verlässlichkeit. Und sie schafft bessere Voraussetzungen für Bildung.

Die Kangamowa Primary School verfügt nun über eine verlässliche Stromversorgung. Für die 472 Kinder und ihre Lehrkräfte bedeutet das mehr Lernzeit, bessere Arbeitsbedingungen und größere Planungssicherheit im Alltag.

Fotos: Kangamowa

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