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Als die Christian-Liebig-Stiftung e.V. begann, die Schule in Ndalapa zu unterstützen, fehlte es an vielem. Klassenräume waren renovierungsbedürftig, die Infrastruktur lückenhaft. Vor allem aber fehlte etwas Entscheidendes: Wohnraum für Lehrkräfte.
In ländlichen Regionen Malawis ist ein Lehrerhaus kein Komfort, sondern Voraussetzung. Lehrkräfte ziehen nicht allein an eine Schule. Sie kommen mit ihren Familien. Gibt es keinen sicheren Wohnraum, bleiben Stellen unbesetzt. Und ohne Lehrkräfte gibt es keinen Unterricht.
Die Folge sind überfüllte Klassen, wechselnde Vertretungen oder Unterricht, der nur eingeschränkt stattfinden kann. Selbst neu gebaute Klassenzimmer lösen dieses Problem nicht, wenn niemand dort lehrt.
Die Menschen freuen sich über die neuen Häuser.
In den vergangenen Jahren wurden neue Klassenräume gebaut und bestehende renoviert. Zuletzt kamen weitere hinzu.Insgesamt sind vier Lehrerhäuser (zwei Doppelhäuser) entstanden, zusätzlich zu einem bereits vorhandenen Haus, das renoviert wurde.
[Anzahl der Lehrerhäuser einfügen]Lehrerhäuser. Sie sind inzwischen bezogen.
Eine Solaranlage versorgt die Schule erstmals mit Strom – in einer Region, die so weit vom Netz entfernt ist, dass ein Anschluss auf Jahre unwahrscheinlich bleibt. Nur 13 Prozent Malawis sind elektrifiziert. Die Solaranlage bedeutet mehr als Licht in Klassenzimmern. Die Schule ist Gemeindezentrum, hier finden Versammlungen statt. Nun können Menschen Geräte aufladen und es gibt auch für Erwachsene Abendunterricht.
Unterricht wird planbar und die Schule wird für Pädagoginnen und Pädagogen attraktiv. Schülerinnen und Schüler können sich auf regelmäßigen Unterricht verlassen. Heute ist Ndalapa strukturell deutlich stabiler aufgestellt als noch vor einigen Jahren. Die Kombination aus funktionierenden Klassenräumen, bewohnten Lehrerhäusern und einer erstmals vorhandenen Stromversorgung schafft die Grundlage dafür, dass Schule nicht nur existiert, sondern funktioniert.
Doch nicht überall ist die Situation schon so stabil. Als die Christian-Liebig-Stiftung e.V. zum ersten Mal nach Mounekera kam, lernten dort über 2.000 Schülerinnen und Schüler unter unmöglichen Bedingungen. Es fehlte an Klassenräumen, an Lehrerhäusern, an Strom.
Seitdem hat sich einiges getan. In der Nähe wurden zwei weitere Schulen errichtet, um die Überfüllung abzufedern. Zwei Lehrerhäuser entstanden. Doch auch das reicht nicht. Noch immer lernen über 1.000 Kinder in Mounekera, noch immer fehlen Lehrkräfte und Wohnraum.
Trotz allem gibt der Direktor nicht auf. Mit einem System von Sunny Money hat er sich zumindest behelfsmäßig Licht und Aufladestationen für Computer und Handys organisiert. Es zeigt: Hier wird angepackt – und genau deshalb lohnt sich weitere Unterstützung.
Für das neue Jahr ist der Bau eines weiteren Doppel-Lehrerhauses geplant. Denn die Erfahrung aus Ndalapa zeigt deutlich: Infrastruktur entscheidet über Bildungschancen.
Fotos: Affonso Gavinha