Ein sicherer Wohnort für Mädchen, deren Schulweg zu weit ist
Die Mtosa Secondary School ist eine der jüngeren weiterführenden Schulen im Südwesten des Nkhotakota-Distrikts. Rund 240 Schülerinnen und Schüler besuchen sie derzeit, etwa gleich viele Mädchen wie Jungen. Ihr Einzugsgebiet ist groß: Aus rund 30 Dörfern kommen Kinder und Jugendliche hierher, um weiter zur Schule gehen zu können.
Für viele von ihnen ist der Weg zur Schule lang. Besonders für Mädchen kann das zu einer großen Hürde werden. Wer weit entfernt wohnt, muss früh los, kommt spät zurück und ist unterwegs oft auf sich allein gestellt. In einer Region, in der Bildung ohnehin nicht selbstverständlich ist, kann dieser Weg darüber entscheiden, ob ein Mädchen die Schule regelmäßig besucht oder irgendwann aufgibt.
Ein sicherer Ort auf dem Schulgelände
Deshalb entsteht an der Mtosa Secondary School nun ein neues Mädchenwohnheim. Es soll 30 Mädchen und jungen Frauen einen sicheren Platz direkt auf dem Schulgelände bieten. Sie werden kürzere Wege haben, im Alltag geschützt sein und bessere Voraussetzungen genießen, sich auf die Schule zu konzentrieren.
Geplant ist ein eigener Gebäudebereich mit Schlafräumen, einem geschützten Innenhof, drei Toiletten und drei Duschen. Auch ein Zimmer für die sogenannte Matron ist vorgesehen. So wird in Malawi die Betreuerin bezeichnet, die vor Ort lebt und für die Mädchen im Alltag ansprechbar ist.
Ergänzt wird das Wohnheim durch einen kleinen Lagerraum für Decken, Kissen, Handtücher und weitere Dinge, die im Alltag gebraucht werden.


