Carolyn Zulu und Mädchen beim Gruppenfoto

Workshops für Schülerinnen und junge Frauen in Malawi

Carolyn Zulu stärkt Mädchen auf ihrem Weg

In den Gesundheitsworkshops der Christian-Liebig-Stiftung e.V. geht es seit Jahren um Themen, über die viele Mädchen in Malawi sonst kaum offen sprechen können: Körper, Hygiene, Verhütung, frühe Schwangerschaften, Selbstschutz und die Frage, wie sie trotz schwieriger Umstände ihren Bildungsweg fortsetzen können.

Mit Carolyn Zulu kommt nun eine neue Stimme hinzu. Sie bietet eigene ergänzende Workshops für Mädchen und junge Frauen an, unabhängig von den medizinischen Einheiten mit dem Arzt Chisomo Tumeo. Die Idee dahinter ist einfach und wichtig: Manche Themen brauchen mehr Zeit. Und manche Gespräche fallen leichter, wenn sie von Frau zu Frau geführt werden.

Kinder beim Workshop mit Carolin Zulu

Carolyn Zulu mit Schülern bei ihrem Workshop.

Erfahrung in Gemeindearbeit und Mädchenförderung

Carolyn Zulu bringt viel Erfahrung aus der Entwicklungs- und Jugendarbeit mit. Sie hat Community Development studiert, mehrere Jahre in Projekten mit Jugendlichen und Gemeinden gearbeitet und unter anderem Jugendgruppen begleitet, Trainings organisiert und Programme für junge Menschen umgesetzt. Für die CLS ist diese Erfahrung besonders wertvoll, weil Carolyn nicht nur fachliches Wissen mitbringt, sondern auch die Lebensrealität der Mädchen vor Ort kennt.

Raum für Fragen, die sonst selten gestellt werden

Schüler in einem Klassenzimmer in Malawi

Die Schüler hören gebannt zu und machen begeistert mit.

Nun unterstützt die Christian-Liebig-Stiftung e.V. Carolyns Workshops. Geplant sind zwei Termine pro Monat, wobei die ersten beiden Einheiten mit insgesamt 110 Mädchen und junge Frauen im Alter von 13 bis 20 Jahren bereits stattgefunden haben.

Im Mittelpunkt der Workshops stehen Selbstverteidigung und Schwangerschaftsprävention und die Fragen: Wie kann ich mich schützen? Wie treffe ich informierte Entscheidungen? Wie kann ich Nein sagen? Wie halte ich an meinen eigenen Zielen fest, auch wenn mein Umfeld etwas anderes erwartet?

Die Rückmeldungen aus den ersten Workshops zeigen, wie groß der Bedarf ist. Die Mädchen beteiligten sich aktiv, erzählten von eigenen Erfahrungen und wünschten sich weitere Termine. Gleichzeitig wurde deutlich, dass es an vielen Schulen kaum Angebote gibt, die sich gezielt an Mädchen richten. Es fehlen Orte, an denen sie Fragen stellen, Vorbilder erleben und über ihre Zukunft sprechen können.

Lernen, sich selbst ernst zu nehmen

Ein wichtiger Teil der neuen Workshops ist Empowerment. Carolyn spricht mit den Mädchen über Frauenrechte, Familie, den Umgang mit Geld und darüber, wie sie ihren eigenen Weg planen können. Auch junge Mütter gehören zur Zielgruppe, etwa Mädchen, die nach einer frühen Schwangerschaft wieder zur Schule zurückgekehrt sind. Für sie geht es nicht nur darum, wieder im Unterricht zu sitzen. Es geht auch darum, eine Perspektive zu entwickeln, sich darüber klar zu werden, was sie erreichen möchten, welche Fächer sie dafür belegen sollten und wie ihnen die Schule helfen kann, eine bessere Zukunft für sich und ihre Familien aufzubauen.

Fotos: Carolyn Zulu

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