Ein ganz anderes Beispiel ist Simplex. Er ist Lehrer in Malawi und unterrichtet Biologie. Gleichzeitig hat er begonnen, sich selbst im Filmemachen weiterzubilden. Ohne Ausbildung oder Studio, hat er das genutzt, was verfügbar ist: Online-Ressourcen, Bücher und viel Eigeninitiative. Dass er diesen Weg gehen kann, liegt daran, dass er selbst Zugang zu Bildung hatte und heute darauf aufbauen kann.
Simplex löst ein konkretes Problem. Viele Pflichttexte im Unterricht bleiben abstrakt und schwer verständlich. Deshalb hat er eine dieser Geschichten als Film umgesetzt – mit einfachen Mitteln. Der Ansatz ist pragmatisch: Wenn Schülerinnen und Schüler den Stoff sehen statt nur lesen, verstehen sie ihn schneller und behalten ihn besser.
Der Film wird inzwischen in Schulen gezeigt. „Ich habe inzwischen mehr als fünfzehn eigene Filmgeschichten geschrieben und ein kleines Team aufgebaut, mit dem ich diese Arbeit weiterentwickle“, so Simplex. Schülerinnen und Schüler verstehen Inhalte schneller, Lehrkräfte nutzen ihn als Ergänzung im Unterricht. Gleichzeitig entsteht daraus eine zweite Ebene: Vorführungen können Einnahmen generieren, mit denen Simplex seine Arbeit weiterentwickelt und neue Projekte angeht.