Neubau in Muonekera

Vier neue Wohnungen für Lehrkräfte in Muonekera

Wenn Lehrkräfte bleiben sollen, brauchen sie ein Zuhause

Mehr als 1.000 Kinder besuchen heute die Muonekera Primary School. Unterrichtet werden sie von gerade einmal elf Lehrkräften. Eigentlich wären 24 nötig.

Ein Grund dafür liegt direkt vor der Schultür: Muonekera liegt weit draußen, öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht und die Straßen sind nur schwer befahrbar. Wer hier unterrichtet, kann nicht einfach morgens aus der nächsten Stadt zur Arbeit pendeln. Lehrkräfte brauchen eine Unterkunft in unmittelbarer Nähe der Schule.

Davon gibt es bislang allerdings zu wenige. Vier Lehrerhäuser und zwei Studentenzimmer stehen auf dem Gelände zur Verfügung. Deshalb entstehen nun zwei weitere Lehrer-Doppelhäuser mit insgesamt vier Wohneinheiten. Eines der beiden Doppelhäuser wird durch die großzügige Unterstützung einer langjährigen Förderin aus Brilon finanziert. Für das zweite Haus kommt die Christian-Liebig-Stiftung e.V. auf.

Der Bau der Lehrerunterkünfte ist in vollem Gange.

Dass dieser Bedarf groß ist, zeigt auch die Entwicklung der Schule. Als die CLS 2018 begann, Muonekera zu unterstützen, besuchten rund 2.000 Kinder die Schule. Durch neue und renovierte Schulen in der Umgebung hat sich die Situation inzwischen etwas entspannt. Mit mehr als 1.000 Schülerinnen und Schülern ist Muonekera aber weiterhin die am stärksten besuchte Schule, die wir unterstützen.

Für den Bau arbeitet die CLS mit lokalen Unternehmen zusammen. Die Wohnhäuser übernimmt ein Bauunternehmen, das bereits die Lehrerhäuser in Ndalapa errichtet hat. Die Toiletten baut ein kleineres Unternehmen aus der Region. So bleibt die Umsetzung vor Ort, und Materialkosten und Mengen lassen sich trotz der stark gestiegenen Preise im Land eng kontrollieren.

Die vier neuen Wohneinheiten kosten rund 63.000 Euro. Sie lösen den Lehrkräftemangel nicht allein, schaffen aber eine wichtige Voraussetzung dafür, dass zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer überhaupt nach Muonekera kommen und dort bleiben können.

Fotos: Matthias Scharpf