Was hast du persönlich aus der Reise mitgenommen?
Demut.
Das ist für mich das, was am stärksten in Erinnerung bleibt. Die Demut vor der Schöpfung und der Lebensenergie, die man besonders bei Menschen, die materiell wenig haben, aber innerlich so reich sind, so intensiv spürt. Solche Begegnungen führen uns vor Augen, dass wir vieles als selbstverständlich ansehen, das es in Wahrheit nicht ist, und dass wir dadurch oft verlernen, es wirklich zu schätzen und zu bewahren.
Manchmal empfinde ich auch eine gewisse Traurigkeit darüber, dass wir als Menschheit wohl noch ein gutes Stück entfernt sind von dem, was man einen idealen Zustand nennen könnte. Aber genau diese Erkenntnis kann Motivation sein – jeden Tag neu den Versuch zu wagen, diesem Ideal ein Stück näherzukommen.
Was macht die Arbeit der CLS für dich besonders?
Es sind die Menschen. Die, die sie gegründet haben, die sie über 23 Jahre hinweg tragen, und die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die ihre Zeit und Energie investieren.
Was mich beeindruckt, ist die Haltung: Kein Ego, kein Konkurrenzdenken, kein „Ich zuerst“. Alle arbeiten am selben Ziel, jeder bringt seine eigene Farbe, seine eigene Sichtweise ein. Das ist das, was echte Zusammenarbeit ausmacht.
CLS steht für Mut, über Grenzen zu gehen, über den Tellerrand hinauszuschauen – und auch mal Konventionen zu ignorieren, wenn sie dem Wohl der Menschen im Weg stehen.