Aufbrechen traditioneller Geschlechterrollen
Doch sie musste erst noch hart darum kämpfen, ihren Weg gehen zu dürfen. „Meine Mutter war strikt dagegen, dass ich eine Ausbildung als Klempnerin mache. Für sie war es unvorstellbar, dass ein Mädchen in diesem Beruf erfolgreich sein könnte. Immer wieder hat sie betont, dass es für eine Frau ein Tabu sei, diesen Beruf zu ergreifen, und dass ich es nicht schaffen würde,“ erzählt uns die 22-Jährige.
„Meine Mutter hat versucht, mich mit den merkwürdigsten Behauptungen von meinem Vorhaben abzubringen. Frauen seien keine guten Klempnerinnen, es sei ein schmutziges Handwerk.“ Auch ihre jüngere Schwester legte ihr Steine in den Weg und begann, die Verwandten gegen Lea mit ähnlichen Argumenten aufzuhetzen. Klempnern bringe Schande über die ganze Familie, denn man würde nur Fäkalien aus den Häusern der Leute schaufeln. Ein großes Missverständnis, das Lea selbst erst später mit dem genauen Wissen um die Inhalte der Ausbildung aufklären konnte.